Jetzt ist die rot-grüne Landesregierung am Zug: Will sie ein neues atomares Zwischenlager in NRW?
Geschrieben von Beate Müller-van Ißem am 3. Februar 2012 | Abgelegt unter Aktuelles, Nordrhein-Westfalen
Nachdem sich die CDU Bildungs- und Forschungsministerin Annette Schavan erstmals öffentlich klar und deutlich zu der Debatte in Sachen möglicher Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus geäußert hat, muss sich die rot-grüne Landesregierung nun klar dazu äußern, was sie will. Frau Schavan bestätigt mit ihren Aussagen die Linie des CDU-Landesvorsitzenden und Bundesumweltministers Norbert Röttgen, die er unter anderem dem WDR gegenüber geäußert hat.
Will diese Landesregierung neben Ahaus ein zweites atomares Zwischenlager in Nordrhein-Westfalen schaffen? Hat diese Landesregierung hierzu eine qualifizierte Risikoanalyse dürchführen lassen, die diese Annahme bestätigen könnte? Will diese Landesregierung es riskieren, dass die radioaktiven Brennelementekugeln nach dem Jahr 2013 ohne Genehmigung in Jülich gelagert werden? Wäre diese Landesregierung bereit für die genehmigungslose Zeit der Lagerung in Jülich nach dem 30. Juni 2013 die vollständige und rechtliche Verantwortung zu übernehmen? Diese vielen Fragen gilt es jetzt zu beantworten. Die Vertreter der rot-grünen Regierungskoalition sollten ihre parteipolitischen Motive - hier ein Kommentar dazu in den Westfälischen Nachrichten vom 2. Februar 2012 – in Sachen möglicher Castortransporte von Jülich nach Ahaus einstellen und zu einer Sachdebatte zurückkehren.>
1 Kommentar »
am 4. Februar 2012 um 00:11 1.Harms schrieb …
Etwas kompliziert, Links zu folgen…
Der Müll muss irgendwo hin. Nordrhein-Westfalen oder alle anderen Bundesländer, alle sind dran, weil alle dem lobby-fanatismus gefolgt sind – und nun dafür zahlen müssen. Kein Castor-Transport, das ist klar, wenn Sie dies sagen wollten. Verbuddeln wir unseren Schmutz, wo es geht, ohne ein weiteres Risiko einschehen. Da sind wir auf der Linie von Norbert Röttgen. Anscheinend versteht er, worum es wirklich geht.