Reale Personalpolitik der SPD

Geschrieben von am 8. Oktober 2009 | Abgelegt unter Aktuelles

Um die alte Tante SPD ist es schlecht bestellt. Das liegt nicht nur an dem desaströsen Wahlergebnis bei der Bundestagswahl. Das liegt nicht nur daran, dass einer der größten Schaumschläger in der Politik, Sigmar Gabriel aka Siggi-Pop, nun Nachfolger von Willy Brandt wird.

Es macht sich vor allem daran bemerkbar, dass Hannelore Kraft, besser bekannt auch als Kraftilanti, die SPD-Landesvorsitzende aus NRW, nun auch noch stellvertretende Bundesvorsitzende werden soll.  Das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen – und tief durchatmen.

Und dann schießen einem viele Fragen durch den Kopf, besonders: „Bitte?“. Hannelore Kraft also soll die Bundes-SPD retten? Die Frau Kraft, die selbst als SPD-Landesvorsitzende im besten Fall zweite Wahl war;

die Frau Kraft, die anscheinend ein paar Probleme mit der Offenlegung ihrer beruflichen Vergangenheit hatte und deshalb juristisch gegen Blogger vorging;

die Frau Kraft, die ohne Zögern mit einer extremistischen Linkspartei koalieren würde, die ihre politische Unfähigkeiten gerade wieder eindrucksvoll mit ihrem Wahlprogramm (oder siehe hier) unter Beweis gestellt haben?

Diese Frau Kraft also soll dafür sorgen, dass die SPD wieder glaubwürdig und politisch handlungsfähig wird?

Klingt wie ein billiger Scherz oder eine perfekte Intrige von Oskar Lafontaine. Ist aber (leider) keine, sondern die reale (Personal-)Politik der SPD. Schließlich wird Andreas Nahles auch SPD-Generalsekretärin.

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